Die Gitarrone - die Gitarre des 21. Jahrhunderts Neue Klangwelten: Die Gitarrone ermöglicht es Stücke zu spielen, die noch kein Gitarrist spielen konnte Meine langjährigen Erfahrungen mit Lauten und anderen Instrumenten mit deutlich mehr Saiten als eine Gitarre (wie z.B. Schrammelgitarren mit fünfzehn Saiten oder modernen Basslauten mit sechs zusätzlichen Saiten) machten es mir möglich, ein Konzept für ein neues Instrument zu erstellen, welches sowohl alle existierende Musik für klassische Gitarre als auch die Musik für Lauten und vieles für Tasteninstrumente spielbar macht. Ein Beitrag über die Gitarrone vom WDR Düsseldorf Die erste Überlegung war die Übertragung von Lautenmusik der Renaissance und des Barock auf die Gitarre. Diese ist insbesondere bei der Barocklaute durch die vielen zusätzlichen Saiten und den im Bassbereich erweiterten Tonraum nur sehr eingeschränkt möglich. Die zweite Überlegung war die Übertragung von Musik für Tasteninstrumente, welche noch viel größere Probleme sowohl im Bass- als auch im Diskantbereich verursacht, ist doch der Bearbeiter gezwungen, bei Bearbeitungen für Gitarre fortwährend zu oktavieren und Brüche sowohl im Bass als auch in der Melodieführung hinzunehmen. Gleichzeitig sollte aber auch die gesamte "normale" Gitarrenliteratur ohne Abstriche spielbar sein. Sehr schnell kam die Idee auf, eine höhere Saite und mehrere tiefe Saiten hinzuzufügen. Zu meinem Erstaunen stellte ich bei Recherchen im Internet fest, daß der Gitarrist Paul Galbraith schon seit den 90er Jahren auf einer Gitarre mit einer hohen a'-Saite und einer tiefen _H-Saite spielt. Jedoch ist mit diesem Instrument der Tonraum nach unten für Lautenmusik zu gering, und geht für die Übertragung von Klaviermusik nicht weit genug nach oben, da Galbraiths Griffbrett die normale Anzahl von Gitarrenbünden (19 oder 20) hat. Durch die Erweiterung des Griffbrettes auf 31 Bünde bei gleichzeitiger deutlicher Erleichterung des Zugangs zu den hohen Bünden durch einen erweiterten Cutaway und Hinzufügung von weiteren zwei tiefen Saiten ist dies sehr viel leichter. Die "Normalstimmung" der Gitarrone ist:  a', e' ,h ,g ,d ,A ,E ,D ,_H ,_G. Bei einer Umstimmung der 10. Saite auf _E ergibt sich ein nutzbarer Tonraum von sechs Oktaven. Bei der zweiten Version der Gitarrone, die November 2014 fertig wurde, sind folgende Änderungen vorgenommen worden: - 11 statt 10 Saiten, a', e' ,h ,g ,d ,A ,E ,D ,C , _H ,_G (_A) - 13 statt 10 Stimmwirbel - Reduzierung der Bünde auf 27 - Hals-Korpusübergang am 12. statt am 14. Bund - die Möglichkeit Doppelsaiten aufzuziehen (z.B. wie bei einer Renaissancelaute Saite 1 einzeln,   Saiten 2-6 doppelt) - um die Umstimmung auf Chitarronenstimmung zu erleichtern (Saiten 1+2 eine Oktave tiefer), laufen neben dem Griffbrett zwei inaktive Saiten vorbei, die eigene Stimmwirbel und Steglöcher haben. Soll die Stimmung gewechselt werden, entspannt man die aktiven Saiten, legt sie neben das Griffbrett und spannt die anderen beiden. Bei etwas Übung dauert dies ca. 30 Sekunden. Nächste Auftritte:
11saitige Gitarrone von dem tollen schwedischen Gitarrenbauer Heikki Rousu zu verkaufen! Wegen eines fachmännisch  repa- rierten und praktisch nicht sicht- baren Transportschadens zum Hammerpreis: € 3000.-